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thomas-ist-draussen
4.Etappe Saale Horizontale„Bewegt euch draußen – Körper und Geist werden es euch danken.“
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4.Etappe Saale Horizontale„Bewegt euch draußen – Körper und Geist werden es euch danken.“
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4.Etappe Saale Horizontale„Bewegt euch draußen – Körper und Geist werden es euch danken.“
Beeindruckend – reine Handarbeit. Jeder Rebstock wird ganz individuell beschnitten. Da fragt man sich schon: Was kostet dann so ein gutes Tröpfchen im Fachhandel?
4. Etappe Saale Horizontale von Kunitz nach Porstendorf
Dienstag – Wandertag. Und ich bleibe dem Motto treu.
Dieser Dienstag war wieder einer in alter, bewährter Tradition: Günni, mein treuer Wanderbursche, ist aus dem Winterschlaf erwacht und endlich wieder mit von der Partie.
Den Saale-Horizontale habe ich ja bekanntlich alleine begonnen – nun sind wir wieder zu zweit unterwegs. Und wie das so ist: Wenn es viel zu erzählen gibt, leidet manchmal die Wegfindung. Unsere Konzentration darauf, wo genau der Wanderweg verläuft, war sagen wir mal… ausbaufähig.
Bis zum Schluss nagte die Sorge an mir, wir seien falsch gelaufen, weil das typische SH-Wanderschild einfach nicht mehr auftauchte. Überhaupt waren die Markierungen auf dieser 4. Etappe eher sparsam gesät. Stattdessen sahen wir meist nur ein weißes Schild mit rotem Querstrich. Ich spielte bereits mit dem Gedanken, die Etappe am Freitag aus reinen Genauigkeitsgründen alleine zu wiederholen.
Zu Hause, am großen Bildschirm, dann die Erleichterung: Wir waren überwiegend richtig unterwegs. Prima!
Geplant war, vom Bahnhof Jena-Zwätzen etwa 1,3 km bis zum offiziellen Einstieg der 4. Etappe zu laufen. Doch schon am Anfang fanden wir nach längerem Suchen kein SH-Schild. Macht nichts – denn stattdessen führte uns ein romantischer Feldweg an sonnenverwöhnten Weinhängen entlang hinauf zum Feldherrenhügel.
Dort stand eine Bank. Wir setzten uns, blickten ins Tal und beobachteten fünf Winzergehilfen beim Rebschnitt. Beeindruckend – reine Handarbeit. Jeder Rebstock wird ganz individuell beschnitten. Da fragt man sich schon: Was kostet dann so ein gutes Tröpfchen im Fachhandel?
Weiter ging es in Serpentinen hinauf zu den Resten der Kuniz-Burg. Potemkinsche Ruine, könnte man meinen. Von unten hui – von oben eher… überschaubar. Natürlich ist das ein bisschen übertrieben. Aber man erwartet von unten eine richtige Burg – meinetwegen eine stattliche Ruine – und steht dann vor einer einzelnen Mauer. Ein kleines Mogelpaket eben. Ha, ha.
Noch ein Stück höher erreichten wir eine Plattform mit einer kleinen Bude und ein paar Tischen. Im Sommer wird hier am Wochenende vermutlich bewirtschaftet. Heute allerdings herrschte stille Vorsaison-Romantik.
Und dann – ta, ta, ta, taaa! – endlich das typische wellenförmige Logo der Saale-Horizontale. Hier beginnt offiziell die 4. Etappe. Na endlich! Wir waren also doch richtig.
Über den Gleisberg führte uns der Weg durch wunderschöne Waldpassagen, über breite Wege und vorbei an offenen Wiesen. Am Horizont tauchte Beutnitz auf.
Ursprünglich war die Strecke als Rundweg geplant. Doch ein paar kleine „Stolpersteine“ – jaaa, hausgemacht – führten dazu, dass wir umdisponierten. Wir entschieden uns, nach Porstendorf zu laufen und von dort mit der Bahn nach Hause zu fahren. Etwa 2,1 km waren das noch, wenn ich mich recht erinnere.
Fazit: Es war einfach wieder schön, gemeinsam unterwegs zu sein. Ein Stück Natur, ein Stück Gespräch, ein Stück Freundschaft. Macht es nach – es wird euch bereichern. 🌿