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thomas-ist-draussen
2.Etappe Saale Horizontale„Bewegt euch draußen – Körper und Geist werden es euch danken.“
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2.Etappe Saale Horizontale„Bewegt euch draußen – Körper und Geist werden es euch danken.“
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2.Etappe Saale Horizontale„Bewegt euch draußen – Körper und Geist werden es euch danken.“
Nicht weit von dem Sofa entfernt war „Peter Lustig“ mit Strohhut beim Frühjahrsputz. Peter, der eigentlich Heinz heißt und an der Orla bei Neustadt (genauer – irgendwas mit „Wolf“ hieß das Nest) wohnt, hat uns auf ein Bier eingeladen, nachdem wir uns lange und sehr nett unterhalten hatten. Das tat uns nicht nur in der Seele, sondern auch in der Kehle leid – wir mussten absagen. Die Zeeeiiit drängte!
Wenn ich gefragt werde: „Sag mal, was machst du eigentlich nächste Woche?“, dann sage ich gerne im Spaß: „Warte mal, ich schaue in meinen Kalender: Montag, Wandertag, Mittwoch, Donnerstag …“
Nur geht diesmal mein Gag nicht auf – wir sind aus organisatorischen Gründen an einem Mittwoch gestartet.
Letzte Woche endete unsere Wanderroute in Wogau an der Bushaltestelle. Ihr erinnert euch bestimmt noch an unser Fiasko – Nahverkehrsstreik – dafür aber die positive Wendung: Wir wurden von einem freundlichen Ehepaar mitgenommen.
Das heißt im Klartext: Wogau, wir kommen! Schnelle Anreise mit Bahn und Bus, und los ging es.
Ich hatte es schon mal geschrieben: Die Wegemarkierungen sind exzellent angebracht, Verlaufen ist nicht ohne weiteres möglich. Oder doch? Na klar – ich habe Günni zugetextet (wie immer!), und schwuppdiwupp waren wir an dem kleinen Schildchen „SH“ vorbei. Der Wanderweg ging nach links – wir liefen aber erstmal nach rechts in ein Dorf namens Großlöbichau. Hätten wir das nicht getan, hätten wir nicht die niedlichen Hühner gesehen, meinte Günni scherzhaft. Etwa 600 Meter, würde ich schätzen, mussten wir wieder zurück. Wir waren ja erst am Anfang der Tour – also noch genug Akkuleistung in den Beinen.
Unser erstes größeres Ziel war Jenaprießnitz. Am Dorfeingang sahen wir in einem Grundstück mit Hanglage mehrere Baumhäuser. Das sah beeindruckend aus. Weiter ging es über den Hausberg allmählich zum Höhepunkt unserer Tour: dem Fuchsturm. Dort stand eine Bank in der Sonne – die haben wir gleich beschlagnahmt und „Middach“, wie der Sachse sagt, gemacht.
Der aus Stein errichtete Turm stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist Teil der „Sieben Wunder Jenas“, verriet mir das schlaue Internet. Oben auf dem Turm waren wir auch – ein herrlicher Rundumblick!
Ein Blick auf die Uhr: Ich glaube, ab hier hatten wir ungefähr Halbzeit, was die Kilometer anging. Oh – wir müssen weiter, es wird bald dunkel.
Wir liefen am Fritz-Weimar-Gedenkstein entlang und sahen ab hier eine Zeit lang immer wieder den Fuchsturm. Mit seinen 30 Metern ragte er als das Höchste in der Gegend heraus. Immer wieder wechselten sich Waldpassagen mit großen Wiesen und Feldern ab. Wie schön, dachte ich, muss das erst im Sommer aussehen, wenn hier alles in sattem Grün steht.
Was ist denn das Rosafarbene dort vorne in der Natur? Wir brauchten lange, um es zu deuten. Ein Sofa hier? Genau – ein Plüschsofa auf einer Wiese. Aber keine Panik, kein Umweltfrevel: Es steht auf einem gepflegten Privatgrundstück.
Nicht weit von dem Sofa entfernt war „Peter Lustig“ mit Strohhut beim Frühjahrsputz. Peter, der eigentlich Heinz heißt und an der Orla bei Neustadt (genauer – irgendwas mit „Wolf“ hieß das Nest) wohnt, hat uns auf ein Bier eingeladen, nachdem wir uns lange und sehr nett unterhalten hatten.
Das tat uns nicht nur in der Seele, sondern auch in der Kehle leid – wir mussten absagen. Die Zeeeiiit drängte!
Das letzte Drittel der Wanderung führte durch die Kernberge. Die Kernberge sind – für mich gesprochen – der schönste Teil in und um Jena. Die Terrassenwege mit Blick auf die Stadt, zum Beispiel auf das Wahrzeichen, den JenTower.
Die ursprüngliche Bezeichnung in den Bauunterlagen für den Forschungsneubau des VEB Carl Zeiss Jena war übrigens „FNB 71“. Quelle, nicht Qualle → Internet.
Nun war es nicht mehr weit. Ein schöner Wandertag bei etwa 13 Grad und viel Sonne neigte sich dem Ende zu.
Noch schnell die Teufelslöcher passiert, und schon ging es über die Stadtrodaer Straße durch den angrenzenden Citypark an der Saale zur Bahnhaltestelle Jena Paradies.
Punktlandung: Fünf Minuten später fuhr unser Zug – pünktlich!